Unterschwung
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Der Felgunterschwung

 

Bewegungsbeschreibung

Der Unterschwung gilt als der leichteste Abgang vom Reck. Er kann entweder aus dem Stand (Schrittstellung oder Schlussstand) oder aus dem Stütz geturnt werden.

 

 

Aus dem Schlussstand mit Ristgriff springt der Turner in den flüchtigen Stütz, wobei die Beine leicht zurück geschwungen werden. Aus dieser Position wird die Schulter schnell rückwärts gesenkt, und die gestreckten Beine werden vor-hoch geschwungen. Der Körper weist eine leichte Hüftbeugung auf, die Oberschenkel befinden sich nah an der Reckstange. Um den Unterschwung in einem möglichst hohen Bogen ausführen zu können, werden die Beine so weit vor-hoch geschwungen, dass der Körper steil nach vorn oben gestreckt werden kann (Richtung ca. 70-80 Grad). Die nun folgende Unterschwungphase wird mit gestrecktem und gespanntem Körper geturnt. Die Arme bleiben gestreckt und lösen sich in der Endphase von der Reckstange. Die Landung erfolgt ca. 1 Körperlänge hinter dem Reck im Stand. Der Schwung wird durch Abfedern in den Kniegelenken und Winkelung im Hüftgelenk abgefangen.

Beim Felgunterschwung aus der Schrittstellung wird auf das Anspringen in den flüchtigen Stütz verzichtet. Stattdessen wird das hintere Bein aus dem Stand als Schwungbein vor-hoch geschwungen und das Standbein nachgezogen.

 

Vorübungen

- Brusthohes Reck mit kleinem Kasten eine Fußlänge dahinter: Flacher Unterschwung aus der Schrittstellung (Standbein auf dem Kasten, Schwungbein am Boden). Arme gestreckt lassen!

 

 

 

- Aus der Schrittstellung: Unterschwung über eine Zauberschnur, die von zwei Helfern ca. 1/2 Körperlänge hinter dem Reck zunächst hüfthoch gehalten wird.

 

 

Hinweis zur Hilfestellung: Zwei Helfer stehen kurz hinter dem Reck und unterstützen den Übenden durch Schub an der Schulter und in der Lende. Zwei weitere Helfer stehen hinter der Zauberschnur und sichern den Übenden vor einem Überfallen nach vorn ab.

- Wie zuvor, jedoch Zauberschnur langsam erhöhen und Hilfeleistung verringern.

- Aus dem Schlussstand: Unterschwung über die Zauberschnur.

 

Typische Fehler

 

Korrektur

  • Die Arme werden angezogen. Vorsicht! Der Übende kann sich den Kopf an der Reckstange stoßen!

 
  • Arme gestreckt halten! Mit Hilfestellung turnen. Nur das Anschwingen mit gestreckten Armen üben!

  • Der Unterschwung ist zu flach.

 
  • Beine höher vorschwingen! Vorübung über die Zauberschnur wiederholen!

  • Der Körper wird beim Ansatz zu stark in der Hüfte gewinkelt.          Das Gesäß fällt ab, der Übende gelangt in eine kippähnliche Ausgangsposition. Der Unterschwung wird flach.

 
  • Gesäß nicht herunterfallen lassen! Nicht zu stark im Hüftgelenk beugen! Oberschenkel im Ansatz an die Reckstange führen, nicht die Unterschenkel oder die Füße!

  • Der Übende fällt nach dem Unterschwung nach vorn über.

 
  • Nicht ins Hohlkreuz strecken! Das Hüftgelenk soll zwar gestreckt werden, der Körper soll dabei jedoch die Spannung nicht verlieren!

 

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