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Sichern und Helfen
Sichern
Darunter versteht man das Bereitstehen, das bei Gefahr für den Übenden
ermöglicht, sofort helfend einzugreifen. Sichern schließt somit alle Maßnahmen
ein, die das Gefahrenrisiko ohne Eingriff in den Bewegungsablauf für den Übenden
möglichst klein halten. Voraussetzung dafür ist:
• übungsnahe Position
• Kenntnis der entsprechenden Helfergriffe
• konzentriertes geistiges Mitvollziehen des zu sichernden Bewegungsablaufs.
Helfen
Im Gegensatz zum Sichern erfolgt beim Helfen ein Eingriff in den
Bewegungsablauf um zu gewährleisten, dass eine Bewegung richtig durchgeführt
wird und mögliche Unfälle vermieden werden. Geländehilfen bzw. Zusatzgeräte
sollen dabei nach Möglichkeit Verwendung finden.
Helfergriffe
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Stützgriff |
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Er wird hauptsächlich bei
Stützsprüngen, Auf- und Abgängen verwendet. Dabei stehen die Helfer in
Schrittstellung; der Blick ist dem Übenden zugewendet. Die Hände fassen am
Oberarm und Unterarm des linken oder rechten Armes des Übenden zu. Zwei Helfer stehen in Gegenüberstellung mit dem Rücken zueinander gewendet.
Die vordere Hand greift am Oberarm zu. Die Helfer gehen, um den Bewegungsablauf
des Übenden nicht zu behindern, einen Schritt zurück, wobei das hintere Bein
stehen bleibt.
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Klammergriff |
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Drehgriff |
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Bei Drehungen um die
Körperbreitenachse wird der Drehgriff vor- oder rückwärts angewendet. Er
findet auch Anwendung bei Drehungen um die Körpertiefenachse, z. B.
Hüftdrehgriff beim Rad. |
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Drehgriff vorwärts: die Helfer stehen sich frontal gegenüber, der Übende
befindet sich zwischen beiden. Die Helfer greifen mit beiden Händen am Oberarm
zu, wobei der Arm, der mit seiner Oberseite in Bewegungsrichtung zeigt, auf den
Oberarm greift. |
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Drehgriff rückwärts: Ausgangsstellung, siehe Drehgriff vorwärts. Beide Hände
der Helfer greifen so zu, dass ihre Daumen zum Gesicht zeigen. Die Hand, deren
Handrücken in Drehrichtung zeigt, greift höher zu (Abb. 52). |
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Schubhilfe |
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Sie wird von einem oder
mehreren Helfern hinter dem Körperschwerpunkt des Übenden in Bezug auf die
Bewegungsrichtung angesetzt (an Rücken, Bauch, Schulter). |
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Zughilfe |
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In Bezug auf die
Bewegungsrichtung wird sie vor dem Körperschwerpunkt angesetzt, um den
Übenden in eine höhere Position zu bringen. |
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Drehhilfe |
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Sie bezweckt, dass der Übende, der sich um die Körperbreiten, -längen oder –tiefenachse
dreht, in der Drehrichtung zusätzlich beschleunigt wird (z. B. beim Salto
vorwärts am Boden). |
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Gleichgewichtshilfe |
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In labilen Haltepositionen soll dem Übenden Sicherheit gegeben werden (z. B.
Klammergriff am Oberschenkel beim Handstand). |
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Kombinierte Hilfen |
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Die Kombination von Helfergriffen ist z. B. notwendig beim
Handstützüberschlag vorwärts am Boden (Schub- und Drehhilfe). |
Hartmut Baumann: Turnen in Freizeit, Schule und Verein, (BLV) München 1980
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