Konjunktiv
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Die Sprache ermöglicht dem Redenden mit den drei Modi des Verbs (Sg.: Modus, aus dem Lateinischen, d.h. Art und Weise) auch drei verschiedene Aussageweisen:
 

  •  Das Ausgesagte entspricht der gegebenen Wirklichkeit                                             INDIKATIV

Ich wusste, er war zu Hause.
Karl hat das Abitur bestanden.
Ich wusste, dass Karl das Abitur bestanden hatte.

  •  Das Ausgesagte entspricht der gegebenen Wirklichkeit (vielleicht, noch) nicht       KONJUNKTIV

Er vermutete, ich sei zu Hause.
Ich dachte, er habe das Abitur bestanden.
Petra hofft, sie könne uns helfen.

  •  Das Ausgesagte soll Wirklichkeit werden                                                                     IMPERATIV

Komm sofort nach Hause!
Seid doch endlich vernünftig!
Hört bitte auf zu reden!

 

 

Hinweise zum speziellen Gebrauch des Konjunktivs im Deutschen:

Der Konjunktiv I steht

  • Als Ausdruck eines Wunsches, einer Aufforderung etc., indirekt geäußert, z.B.

Man nehme davon täglich eine Tablette.
Das sei für heute genug.

  • Als Kennzeichnung der indirekten Rede: nur vermittelt wiedergegeben, d.h. auch ohne letzte Gewähr für die Richtigkeit des Wiedergegebenen, z.B.

Stefan hat gesagt, Peter habe den Bus verpasst und komme deshalb erst später.
Frau M. behauptete, sie seien überfallen worden.

     

Der Konjunktiv II steht

  • Als Ersatzform für nicht eindeutige und vom Indikativ nicht unterscheidbare Formen des Konjunktiv I, z.B.

Sie sagten, sie kämen ( für: kommen = Indikativ ) heute.
Als meine Mutter bei Peter anrief, teilte dieser ihr mit, ich hätte (
für: habe = Indikativ ) mich schon vor einer Stunde auf den Heimweg gemacht.

  • Als Ausdruck der Irrealität ( Konj. irrealis, meist in Bedingungssätzen: wenn...dann... ),z.B.

Wenn ich Geld hätte ( Bedingung; ich habe aber keins ), kaufte ich mir ein Fahrrad ( Folge ).
Wenn er fleißiger gewesen wäre, hätte er sein Ziel erreicht.
Ich wäre gern zu Hause geblieben, aber ich durfte bei der Feier nicht fehlen.

  • Als Ausdruck einer Möglichkeit ( Konj. potentialis ) in einem angenommenen Fall oder einer Vermutung, z.B.

Wenn du bliebest ( bleiben solltest ), brächte ich dich nachher nach Hause, und wir könnten jetzt noch weiterarbeiten.
Dein Vorschlag wäre vielleicht ( möglicherweise ) besser als meiner.

  • Bei Wünschen, deren Erfüllung noch nicht zu übersehen oder unmöglich ist, z.B.

Käme doch der Zug pünktlich!
Wären wir doch früher gefahren!
Wenn du doch einsähest ( = einsehen könntest/ würdest ), dass dein Plan nicht durchführbar ist.

 

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Verteidigung des Konjunktiv

  

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